11
Okt-2014

Gili Air

(…Gestrandet, Gefangen und Gebannt!)

Nachtrag…

Auf den Gilis habe ich nun insgesamt über 2 Wochen verbracht und habe zwischenzeitlich all die Eindrücke größtenteils verarbeitet. Zeit um wieder ein bisschen zu bloggen…:D

Gili Air

Wie schon in meinem 1. Betrag über die Gilis, bleibe ich auch Tage danach bei meiner Meinung, dass die Gilis etwas ganz Besonderes und ein magischer Ort sind. Warum werde ich euch gerne verraten:

Auf Gili-Air angekommen, suchte ich mir erst mal ein Zimmer bzw. Bungalow. Ohne jegliche Infos latschte ich vom Hafen aus nach links auf die Sunset-Seite der Insel, statt nach rechts. ;) Wie sich herausstellte, war das intuitiv eine richtig gute Entscheidung, denn auf der Sunset-Seite ist bei weitem nicht so viel Trubel wie auf der Ost- oder Nordseite.

Auf der Suche nach einem Zimmer kam ich nach ein paar Minuten an der chilligen Strandbar „Safari’s“ vorbei, wo ein „Local“ mit der Gitarre saß und einen Soundcheck für den Abend machte. Er sah natürlich sofort, dass ich eine Gitarre bei mir trug und fragte mich darauf hin ganz freundlich, warum ich denn mit so einer tollen Gitarre nicht für einen kurzen Moment oder für einen Drink „Hallo“ sagen möchte.

Ich dachte mir aber: „Oh no Brother, lass mich doch erst mal ein Zimmer finden…:D Nach dem er sich aber scheinbar bestens mit Gitarren auskannte und mich fragte, ob in meiner Gitarrentasche auch wirklich eine „Taylor“ drin sei (Der Name Taylor mini steht nämlich auf meiner Gitarrentasche), lenkte ich ein und genehmigte mir einen Eiscoffee. So kamen wir ins Gespräch und verabredeten uns für den Abend in der Bar. ;)

Danach inspizierte ich verschiedene Rooms und checkte dann bei einer meganetten Familie, die für 13,- € incl. Frühstück auch kleine putzige Bungalows vermietet, ein. Der Bungalow war relativ spartanisch, hatte aber seinen Charm und ein großes, superschönes Bad mit dekorativen Steinfliesen – TOP! Ganz ehrlich brauchte ich auf den Gilis auch nicht mehr Komfort. Die Bungalows heißen Pongkor und befinden sich closed to the Safari’s-Bar. Es ist aber für jeden Geldbeutel etwas zu haben, so kann man auch in Unterkünfte mit Pool über 100,- € einchecken. Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen.

Lombok050-Gili Meno

Beim Erkunden der Insel traf ich erneut auf ein junges, österreichisches Pärchen, die aktuell ebenfalls auf Weltreise sind. Witziger Weise sind sie mir schon auf meiner Bali-Rundreise ein paar Mal kurz begegnet.

Angie und Andi, die beiden sind wirklich der Brüller und sorgten permanent für echte Schenkelkopfer, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden. So viel gelacht wie mit den Beiden hatte ich bislang auf meiner ganzen Reise nicht! =)) Wir hatten uns richtig angefreundet und verbrachten ein paar Tage und Abende zusammen auf „Air“. Keine Frage, dass Angie und Andi auch einen Platz in meiner Rubrik Friend und VIP´s bekommen ;-)

Lombok070-Gili Air

Mit den beiden habe ich ein paar Tage verbracht und bin mit ihnen dann zwischendurch mal für ein paar Tage nach „Gili-Meno“ gefahren, die kleinste der 3 Gilis, um dort mal die Lage abzuchecken. Die Beiden hatten es tatsächlich geschafft, mich nach meiner langen Pause wieder zum Tauchen zu überreden, auch weil es wirklich gefrevelt gewesen wäre, bei all dem Fischreichtum, den Schildkröten und der super Unterwassersicht, auf den Gilis nicht zu tauchen. Wer keinen Tauchschein hat, kann diesen im Preisvergleich zu anderen Ländern relativ günstig für ca. 200,- Euro bei einer der zig Tauchschulen machen. Wer es mit dem Tauchen nicht so hat, kommt beim Schnorcheln ebenfalls voll auf seine Kosten.

Gili Meno

Meno ist im Vergleich zu „Air“ doch deutlich ruhiger und für Honeymooner vielleicht sogar der noch idealere Ort, um ein paar Tage die Flitterwochen zu genießen. Der Beach ist noch schöner wie auf „Air“ Puderzucker weißer Strand und türkisblaues Meer. Abends ab 23.00 Uhr ist auf „Meno“ jedoch „Zapfenschluss“. Grund genug für mich, um nach 3 Tagen wieder nach „Air“ zurückzukehren wink

Lombok046-Gili Meno

Lombok111-Gili Air
Lombok056-Gili Meno
In der kurzen Zeit auf Gili Meno lernte ich eines Abends bei einer Lagerfeuer-Gitarren-Jam-Session am Strand noch die Schweizerin „Kathrin“ kennen, die bereits seit 10 Monaten in Asien unterwegs ist und natürlich dementsprechend viel von Ihrer Reise und Ihren Erlebnissen zu erzählen wusste. Z.B. lebte sie ein paar Monate bei einem „indigenen“ Naturvolk in Ecuador, die noch nie zuvor einen Weißen gesehen hatten, sie lebte in der Wüste und wurde von einem giftigen Skorpion gestochen, stand in Komodo unabsichtlich 30cm neben einem tödlich-giftigen „Dragon“, echt krass Freunde! – Doch das sind ihre Abenteuer – sooo schade, dass sie keinen Blog hat, ihr würdet euch wegschmeißen! =))

Wenn es also so etwas wie einen Soulmate (Seelenverwandten) gibt, dann ist Kathrin mein Soulmate grin Unglaublich! Eine Wellenlänge! Hat sie doch absolut identische Vorstellungen vom Reisen und vom Leben wie ich… grin
Es kam also wie es kommen musste… zwei Österreicher, eine Schweizerin, ein Deutscher und tausende Geschichten… das bedeutete Bauchmuskelkater vom Lachen und zwar vom Feinsten! Selbstverständlich erhält auch Kathrin den VIP/Friends-Status in meiner Rubrik und glaubt mir Freunde, in dieser Rubrik finden exakt nur diejenigen einen Platz, die auch wirklich etwas ganz Besonders sind!!!

Zurück auf Gili-Air

Da mir Meno, wie schon geschrieben, dann doch ein bisschen zu ruhig war, zog es mich wieder nach „Air“, wo ich jeden Abend in der Safari’s-Bar mit den Locals jamte. Das waren ca. 10 – 12 Locals die dort arbeiteten und fast Jeder von Ihnen war ein Musiker per Exzellente. Rein Gitarren-technisch stand mir echt der Mund offen, so hoch war das Niveau. Ihr könnt euch natürlich vorstellen, dass ich da voll in meinem Element war und mal richtig viel Spaß hatte! ;)

Auch hier hat es einer der Locals definitiv in meine Rubrik VIP´s und Friends geschafft, und zwar Gabi (spricht man Gäbi) Wer Gabi kennt bzw. ihn zum Freund hat, dem stehen (ohne näher darauf einzugehen) auf den Gilis alle Türen offen, belive me Brother! wink

Warum sind die Gilis umhüllt von Magie und warum kommst du von dort fast nicht mehr weg?

Darüber könnte ich tatsächlich ein Buch schreiben. Da ich das aber erst mal nicht vor habe und auch noch ein bisschen reisen möchte, beschränke ich mich auf die wesentlichen Fakten:

Auf den Gilis gibt es weder Autos, Motorräder noch sonstige motorisierte Fortbewegungsmittel. Alles kann bequem zu Fuß, mit einem Fahrrad oder für ganz Faule auch mit einer der vielen Pferdekutschen erreicht werden. Diese Ruhe ist schon mal außergewöhnlich und einzigartig! Wer z.B. schon mal in der 16 Millionenstadt Mumbai (Indien) war, weiß diese ruhige Gegebenheit als wahres Luxusgut wirklich zu schätzen.

Lombok048-Gili Meno

Die Locals sind megafreundlich und stets hilfsbereit. Klar, natürlich versuchen sie auch, wie überall auf der Welt, dir das Geld aus der Tasche zu ziehen und dich manchmal auch zu neppen. Jedoch mit einer Ehrlichkeit, die ich so noch nicht erlebt habe. Sofern du also nicht ganz auf der Brennsuppe daher geschwommen bist, durchschaust du ohne Anstrengung fast jeden Versuch, wenn sie dich mal über den Tisch ziehen wollen. Es kann aber auch vorkommen, dass sie dich so schnell über den Tisch ziehen, dass du die Reibungswärme als Nestwärme empfindest und du dich dennoch wohl fühlst ;) Und zahlst du dann mal ein paar Rupies mehr als normal, Hey! Mal ehrlich, das bringt uns „wohlhabende“ Europäer doch sicher nicht um oder!? =))

Da es auf den Gillis auch keine „Polisi“ gibt, sind die Inseln für Kiffer ebenfalls ein Paradies.

Zur Info: In Indonesien kann auf Drogenmissbrauch und auch auf’s Kiffen eine langjährige Haftstrafe, ja sogar die Todesstrafe verhängt werden!!!

Die Gilis haben jedoch ihre eigene Gesetzte. Hier wird echt gekifft was das Zeug hält… ob Tag oder Nacht, völlig egal, sodass sich nicht die Frage stellt „WO“ man kifft (an der Bar, im Restaurant, am Beach, etc.) sondern „WIE“ man am besten seinen Joint dreht ohne das einem der Wind in Strandnähe einen Strich durch die Rechnung macht grin Gott sei Dank ist das aber so gar nicht meins, hab‘s mal in jungen Jahren probiert, konnte aber noch nie was damit anfangen. Man kriegt es hier halt zwangsweise überall mit, wie’s läuft… jedem das seine wink

Dann lernst du specially in der „Safari’s-Bar“ und neben an im „Mawis“ (DER Platz für den Sundowner zum Sunset) permanent außergewöhnliche und mega interessante Menschen kennen, das ist echt unglaublich!

Sunset-time at Mawi’s…
Lombok007-Gili AirLombok011-Gili AirLombok118-Gili Air

So hab ich mir die Zeit auf „Air“ einfach mal schnell über 30 Namen von Personen und deren Geschichten reingezogen, an die du dich am nächsten Tag natürlich noch erinnern solltest. Und jeden Tag lernst du neue überragende Leute kennen. Irgendwann denkst du nur noch: „Oh bitte, heute mal bitte niemand Neues kennenlernen, nicht schon wieder, BITTE NICHT!!! Wieder ein neuer Name und neue Geschichten… Gnaaade!:o

Auch du selbst wirst natürlich immer wieder und wieder gefragt und erzählst permanent die gleiche Story über dich. Booah, das kann richtig an die Substanz gehen! Es ist einfach zu viel, weil dein Gehirn irgendwann anfängt zu streiken – es passt einfach keine Information mehr rein. Doch dann siehst du wieder irgendeinen Typen z.B. aus Tansania um die 65 an der Bar stehen, der ausschaut wie Ben Kingsley selbst, schaust in sein Gesicht und weißt, ey mit dem MUSS ich unbedingt gleich ins Gespräch kommen – that‘s not a question!

Solltest du der Verlockung, wieder ein megainteressantes Gespräch zu führen, doch widerstehen können und einfach mal die Klappe halten, kannst du dir aber 100 pro sicher sein, dass er dich anspricht! Du hast also nicht den Hauch einer Chance dich dem Ganzen zu entziehen und schon beißt sich die Katze in den Schwanz und alles geht von vorne los.

Hier nur ein kleiner Auszug einiger Namen von Personen die ich in diesem Zusammenhang gerne erwähnen möchte:
Zee (Portland), Peter (Netherland), Duncan (Australia), Mawi (Australia), Za (Tansania), Mohamed (Algier), Radik und Marta (Poland), Je, Hurry (My Brother), Harry, Jar, Bob, Daddy (Locals)……….

Nebenbei bemerkst du, dass du auf einmal auch noch voll den Freizeit-Stress hast :shock: der dich irgendwie an zuhause erinnert – geht gar nicht! grin
Morgens 7 Uhr steht Tauchen an, mittags bist du zum Lunch verabredet, 14.00 Uhr musst du deine Wäsche vom Laundry holen, 15.00 Uhr noch mal Tauchen, 17.00 Uhr ist Joga, zwischendurch radelst du mind. 2x zum ATM-Automaten und versuchst Geld zu holen. Das Problem an der Sache ist: „Sometimes working, sometimes not“, zum Sonnenuntergang den Sundowner at „Mawis-Bar“ nicht verpassen, danach vielleicht noch einen Verabredung zum Dinner auf der Ostseite, dann Safari-Bar open end und spät nachts noch ne geile Beachparty am anderen Ende der Insel usw. usw.

Für mich echte Gründe, die Gilis erst mal wieder zu verlassen, um ein bisschen Luft zu schnappen. Aber ich werde wieder kommen! Weil Jeder wieder zurückkommt, der einmal auf den Gilis war und sich von deren Magie einfangen hat lassen…

Einblicke ins Innere der Insel…
Lombok057-Gili Meno Lombok058-Gili Meno Lombok059-Gili Meno Lombok060-Gili Meno Lombok061-Gili Meno

Der Vollständigkeit halber noch einen Satz zur größten der 3 Gili Inselnn: „Gili-Trawangan“

Diese Insel habe ich mir tatsächlich erspart, da Trawangan wohl die Party-Insel wäre und vom Trubel her vergleichbar mit Malle ist… 24 Stunden Party, Suff, Drugs’n Rock’n Roll. Dafür bin ich nun definitiv 20 Jahre zu alt =))

Apropos „Joga“

Auch wenn ihr euch jetzt vielleiht kringelt vor Lachen aber ich hab‘s tatsächlich schon 2x probiert und muss meine Meinung dbzgl. revidieren. Überredet hat mich, wie kann es anders sein, ein Musiklehrer Namens „Duncan“ aus Australien (hab im Übrigen ne Einladung zu ihm nach Hause ins Outback nach Alice-Springs) ;) Ich dachte, bevor ich übers Joga mal ordentlich ablästere, muss ich’s doch zumindest 1x probiert haben. Also standen mal fix 90 Minuten Joga auf dem Programm. Auch deshalb, weil ich mich natürlich mal irgendwie sportlich betätigen wollte, um den Body fit zu halten – Tennisplätze gibt’s auf den Gilis leider nicht und planlos am Strand auf- und ab joggen ist überhaupt nicht meins.

Mitten in der Insel gibt’s da so´n Joga-Center. Ich hin und mit 20 anderen zur Hare Krishna Musik auf einem Bein den sterbenden Schwan gestanden, natürlich ohne umzufallen. Ok, die Musik könnte man für meinen Geschmack wirklich weg lassen aber die Übungen sind echt richtig gut und haben es in sich. Noch am selben Abend, Stunden später spürst du einen leichtes „Muskelkätzchen“ in Körperregionen, von denen du gar nicht wusstest, das es da auch Muskeln gibt =))

Am nächsten Tag ist das „Muskelkätzchen“ dann zu einem alten, faulen, geplagten Muskelkater mutiert und du vermeidest jede Art von körperlicher Betätigung. grin Scherz beiseite, das ganze Joga-Gezeter hat schon was. Ich lasse die spirituellen „Ohm-Elemente“ und meinen „Freund Hari K.“ einfach außer Acht und konzentriere mich auf meinen Körper. So macht Joga für mich Spaß und ist eine super Alternative um fit zu bleiben! Außerdem… Männer aufgepasst! Joga machen vorwiegend Frauen! wink Und eine Planschkuh hab ich bis jetzt noch nicht beim Joga gesehen. Ich sag euch, die Frauen haben meist Figuren… oh la la! :p

Last but not least möchte ich in diesem Zusammenhang noch „Lina“ erwähnen. Eine australische, etwas schräge Joga-Lehrerin Mitte 50, die mir auf „Air“ ebenfalls ein kleines bisschen ans Herz gewachsen ist und sich mit mir sooo viel Mühe mit Ihrem australischen Nuschel-Englisch gemacht hat. grin

Apropos „Sometimes working, sometimes not“

Das ist nämlich DER Spruch hier in Indonesien! Du frägst z.B.:
Gibt es hier einen ATM-Automaten?
Die Antwort: „of course, Brother!
Aber funktioniert er denn auch?
Antwort: „Sometimes working, somtimes not

Das kommt natürlich super gut, wenn du mal ganz dringend ein paar Rupies ziehen must!
Dann kommt es auch vor, dass der ATM zwar funktioniert aber der ATM dir mitteilt, dass du nicht genügend Geld auf dem Konto hast.!?! =)) Stimmt natürlich nicht und am nächsten Tag funzt es dann auch wieder. Du bist aber erst mal richtig geschockt :D

Das gleiche mit dem Internet, weshalb ich mit dem Bloggen auch ständig hinterher bin *grrr* :evil:
Do you have WiFi?
Antwort vom Local: „Is this a question???, of course, have!
Oh wonderful! But is it working as well?
Freundlich-grinsende Antwort: „Sometimes working, somtimes not – maybe yes, maybe no…

Da könnt ich mich echt wegschmeißen! =)) Man gewöhnt sich aber relativ schnell an die Gegebenheiten.

Ein Blick hinter die Kulissen…

Je länger man an einem Ort bleibt, desto mehr Details erfährt man natürlich, wie alles tickt und funzt. Besonders dann, wenn man wie ich viel Zeit mit den Locals verbracht und deren Vertrauen mit der Zeit gewonnen hat. So war ich anfangs z.B. der Meinung, dass es die Locals in den Strandbars echt arme Leute sind und vielleicht mit 50,- Euro im Monat über die Runden kommen müssen. So versprach in den Locals der Safari-Bar gleich am Anfang ein neues Mikrophon für die abendlichen Jam-Sessions – man will ja gerne helfen. Das hätte ich mir aber direkt schenken können und hake deshalb die 60,- € dafür einfach mal als Lehrgeld ab, denn die Wirklichkeit schaut ein bisschen anders aus.

Jemand der unmittelbar am Strand rund um die Inseln, wie z.B. die Locals der Safari-Bar ein Stück Land sein Eigen nennen kann, der hat dafür mal richtig tief in die Tasche gegriffen. Am Strand ist das nämlich absolut knallharter Business. Wenn du das nötige Kleingeld hast, kannst du gerne ein Stück Land kaufen (vorausgesetzt du kennst die richtigen Leute und noch wichtiger, du kannst ihnen auch vertrauen) und dort z.B. ein Bungalows-Business, Restaurant oder Bar für die Touris an den Start bringen.

Die Kosten für die Bungalows sind im Vergleich zu Deutschlang echt günstig aber für das Stück Land, das du benötigst, bist du mal locker flockig ne halbe Millionen Euro (wenn nicht mehr) los. Im Inselinneren kannst du die gleiche Fläche Land incl. ein paar schönen Bungalows schon für schlappe 100.000,- Euro erwerben. Aber wer will schon im Inselinneren so viel Geld investieren und dann auf Backpacker angewiesen sein, die Low-Budget-mäßig unterwegs sind und 7 Euro pro Nacht bezahlen?!?

Der Zug auf den Gilis ist für diese Art Business also längst abgefahren. Das sieht man besonders auf der östlichen Seite der Insel, wo sich eine Unterkunft, ein Restaurant, Bar oder Tauchschule nach der anderen reiht. Abends ist das zwar ein super schönes Ambiente mit all den Lichtern in den Restaurants und Bars und Live-Musik aber all das wird in den nächsten Jahren noch krasser werden und weiter zunehmen.

Under construction… noch Jemand der’s hier probieren will…
Lombok065-Gili Meno

Noch vor 15-20 Jahren gab es auf den Inseln nur ein paar Fischer und vielleicht eine spartanische Holzhütte für ein paar Entdecker. Doch die Zeiten haben sich längst geändert. Heutzutage will Jeder etwas vom Kuchen abhaben und manche versuchen, trotz knallharter Fakten, noch ihr Glück. In weiteren 5-10 Jahren wird man die Gilis wohl nicht wiedererkennen.

Dann war da noch die Sache mit dem „Imigrasi…“

Das, Der oder Die Imigrasi ist nichts anderes als die Einwanderungsbehörde, die man dann in Anspruch nehmen muss, wenn man sein Visum über die 30 Tage hinaus verlängern will. Mein Visum war zudem auch noch 2 Tage abgelaufen, sodass ich einen „Overstay-Status“ hatte, der mich pro überzogenen Tag 25,- € Strafe zzgl. den eigentlichen 35,-€ für das neue Visum kostete. Das konnte ich gerade noch so verkraften wink Wie es dazu kommen konnte? öhm… das ist ne lange Geschichte… wink Ich war mir dessen aber bewusst, stehe deshalb auch zu diesem kleinen Fauxpas und würde es in Anbetracht der Umstände die dazu führten, auch wieder so machen.

Viel nerviger war jedoch die Tatsache, dass die Behörde mich aus diesem Grund 3x hat antanzen lassen, um Fingerabdrücke zu nehmen und die Formalitäten zu klären. Das bedeute morgens 6 Uhr aufstehen, das 1. Boot von Gilli-Air zu nehmen, nach Lombok zu fahren, weiteren einstündigen Transport nach „Mataram“ zu organisieren und beim Imigrasi jedes Mal ein freundliches Gesicht zu machen. :p

Lombok104-Mataram

Natürlich hoffte ich insgeheim, die Behörde irgendwie schmieren zu können aber keine Chance! Null! Die arbeiten hier nämlich in etwa genauso umständlich wie unsere Behörden vor 30 Jahren und der ganze Vorgang durchlief auch mehrere Abteilungen. Ich hätte demnach die ganze Behörde schmieren müssen, was natürlich absoluter Quatsch ist. Unterm Strich konnte ich mein Visum trotz immensem Zeitaufwand jedoch problemlos um weitere 30 Tage verlängern.

Tipp für all diejenigen die auch mal in die Verlegenheit kommen, ihr indonesisches Visum verlängern zu wollen: Mindestens 1 Woche vorher bei der „Imigrasi“ vorstellig werden, dann muss man nur 2x hin und erspart sich die Strafe.

Senggigi auf Lombok
Lombok100-Senggigi

That´s all Folks
LG Mik

Zurück zu (16) LOMBOK! HERE I AM – THE GILLIS – Teil 1

4

 likes / 0 Kommentare
Teilen Sie diesen Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Afiseaza emoticoanele Locco.Ro

Archiv

> <
Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec
Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec
Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec